
Aber was ist ein Klang?

Quelle Cochléa Der Klang ist eine Schallwelle. Diese Welle wird in ein elektrisches Signal für das Gehirn umgewandelt. Ein Klang kann laut oder leise sein. Wir sprechen von Intensität. Er wird in Dezibel gemessen. Ein Klang kann auch tief oder hoch sein. Wir sprechen von Frequenz, in Hertz.
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Normaler Hörbetrieb

Quelle Cochléa Das Ohr besteht aus drei Teilen. In Blau: das äußere Ohr mit der Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang. In Orange: das Mittelohr mit der Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss und Steigbügel). In Rosa: das Innenohr mit der schneckenförmigen Cochlea und dem Gleichgewichtsorgan, das für das Gleichgewicht verantwortlich ist. Aber was ist dann Taubheit?
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Übertragungsbedingte Hörverlust
Diese Taubheit betrifft das äußere Ohr oder das Mittelohr. Der Klang wird nicht richtig übertragen, entweder weil der Gehörgang verstopft ist (zum Beispiel bei einer Mittelohrentzündung), oder aufgrund anatomischer Fehlbildungen oder muskulärer Probleme. Der Hörverlust beträgt bis zu 60 Dezibel (dB). Eine Behandlung der Mittelohrentzündung ist möglich, die Taubheit ist dann vorübergehend.
Wahrnehmungsbedingte Taubheit
Bei der Wahrnehmung von Taubheit funktionieren die Zellen, die sich in der Cochlea befinden, nicht gut. Der Hörnerv kann ebenfalls beschädigt sein. Wir haben Hörkapital für das Leben, beschädigte Zellen können nicht ersetzt oder repariert werden. Der HNO-Arzt kann in jedem Alter Hörgeräte verschreiben, damit Kinder besser hören.
Grad des Hörverlusts
Um herauszufinden, was Nathan hört oder nicht hört, schlägt der HNO-Arzt vor, ein Audiogramm durchzuführen. Wir überprüfen, ob Nathan einen leichten, mittleren, schweren oder tiefen Hörverlust hat. Die Sprachintensität beträgt etwa 60 dB, aber man benötigt mehr Dezibel, um ein Gespräch zu verstehen. Der Einfluss auf die Sprache ist daher je nach Grad der Taubheit unterschiedlich.
- Ein leichter Verlust (zwischen 21 dB und 40 dB) bedeutet, dass die Person die Sprache einer normalen Stimme wahrnimmt. Leise oder entfernte Stimmen sind schwieriger zu hören.
- Der mittlere Verlust (zwischen 41 dB und 70 dB) bedeutet, dass wir die Sprache laut wahrnehmen, man muss auf die Lippen schauen, um zu verstehen.
- Schwerer Verlust (zwischen 71 und 90 dB): man hört jemanden schreien, versteht aber nicht.
- Tiefer Verlust (von 91 bis 119 dB): wir hören sehr laute Geräusche, aber wir hören die Sprache nicht.
- Ab 120 dB sprechen wir von Cophose: nichts wird wahrgenommen.

Quelle Cochléa Laut dem Audiogramm hat Nathan einen mittleren Hörverlust. Er nimmt nicht alle Sprachlaute wahr und hat Schwierigkeiten in lauten Umgebungen.
Der Weg der Versorgung
Nathan wird den HNO-Arzt aufsuchen, um die Hörmessung durchzuführen. Anschließend wird er an einen Logopäden überwiesen, um die Auswirkungen der Taubheit auf die Sprachentwicklung zu bewerten. Der Logopäde betreut gehörlose Kinder von klein auf. Tatsächlich kann das Screening auf Taubheit bereits im Krankenhaus erfolgen.
Der HNO-Arzt wird Nathans Eltern ein Hörgerät unabhängig vom Hörverlust anbieten. Das Gerät ermöglicht es, den Hörverlust auszugleichen, es heilt die Taubheit jedoch nicht. Der HNO-Arzt gibt den Eltern ein Rezept, um zu einem Spezialisten für Hörhilfen zu gehen. Dieser wird in der Lage sein, Hörgeräte anzubieten. Sie ermöglichen es, den Klang wie ein Mikrofon zu verstärken. Sie werden am Ohr getragen, den ganzen Tag.
Bei schwerer bis tiefer Taubheit
Wenn die Taubheit beide Ohren betrifft (bilateral) und schwer bis tief ist, werden Hörgeräte nicht ausreichen. Das Kind wird die Sprache nicht gut genug hören. Es wird mit seiner Familie in einem Krankenhaus in einem Überweisungszentrum empfangen. Es wird von einem multidisziplinären Team (HNO-Arzt, Psychologe, Logopäde) betreut. Der HNO-Arzt kann ein Cochlea-Implantat anbieten. Dieses Verfahren wird im Krankenhaus durchgeführt und erfordert einen chirurgischen Eingriff. Das Cochlea-Implantat hat zwei Teile: einen externen Prozessor, der am Ohr getragen wird, der die Geräusche aufnimmt und analysiert. Diese Geräusche werden an den unter der Haut implantierten internen Prozessor übertragen, der sie elektrisch direkt an den Hörnerv weiterleitet. Der Klang gelangt nicht mehr durch das äußere und mittlere Ohr.
Der Logopäde begleitet das gehörlose Kind und seine Eltern. Er unterstützt die Anpassung von Geräten, bietet Hörbildung, die Entdeckung der Klangwelt und fördert die Entwicklung von Sprache und Kommunikation.
Tag : was ist ein HNO-Arzt